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Rentiere gehören wie Elche zur Familie der Hirsche. Sie leben im Norden Europas, Nordamerikas und Asiens. In Europa leben 3 wilde Unterarten des Rens: Fjellren,Waldren und Svalbardren. Generell beträgt die Schulterhöhe rund 130 cm. Ausgewachsene Rentiere werden ca. 150 kg schwer. Ihr Fell ist sehr dicht. Es verändert sich jedoch im Sommer und Winter. Im Winter ist es silbrig und langhaarig, im Sommer graubraun. Durch ihr Fell sind Rentiere die einzige Hirschart, die Temperaturen bis zu 50 Grad Celsius ertragen.
Sowohl männliche als auch weibliche Rentiere tragen ein Geweih. Das Geweih der Rentiere ist sogar das größte aller Hirsche im Verhältnis zu ihrer Körpergröße.
Beide Geschlechter tragen ihre Geweihe jedoch unterschiedlich lange: Der Rentierhirsch verliert sein Geweih gleich nach der Brunft um weibliche Tiere. Beim Werben kann es passieren, daß die Geweihe sich verhaken, wenn die Bullen kämpfen. So kann es vorkommen, daß diese Tiere dann verhungern, wenn sie sich nicht mehr von einander trennen können. Zum Glück gehen die Kämpfe meist harmlos aus.
Das Geweih der Rentierkühe bleibt noch einige Zeit erhalten. Dies hat den Vorteil, daß sich trächtige Tiere an Futterplätzen besser durchsetzen können und sie auch in der ersten Zeit ihre Kälber besser verteidigen können.
Die Nahrung der Rens in ihrer Heimat besteht hauptsächlich aus Flechten, Gräsern, Pilzen, Blättern und Beeren. Sie sind Wiederkäuer. Ihre Feinde sind Wölfe, Füchse, Luchse und Vielfraße. Rentiere können gut schwimmen und manchmal überqueren sie auf ihren Wanderungen sogar Meeresarme.
Der Mensch nutzt die Rentiere schon seit langer Zeit. Von den Lappen - ein Volk im Norden Skandinaviens - ist bekannt, daß sie Rentiere schon seit dem 9.Jahrhundert als Haustiere nutzten, also seit mehr als 1000 Jahren. Die Hausrentiere lieferten ihnen Fleisch, Felle für ihre Kleidung und Knochen für ihre Werkzeuge. Auch zogen sie ihre Schlitten auf der Jagd und bei den Umzügen der Familien auf der Wanderung.
Auffällig ist, daß wilde Artgenossen der Rens größer sind als Hausrene. Der Bestand der wilden Rentiere ist stark zurückgegangen. Von 20 Unterarten wurden schon 3 ausgerottet und 6 sind stark gefährdet.
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